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Michelle, vuoi sposarmi? – Mein Antrag in Venedig

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Am 20. Mai saßen mein Freund und ich in einer Gondel in Venedig. Ein Hollywoodfilm hätte es nicht schöner inszenieren können: Der Gondoliere sang „O Sole mio“, wir stießen mit etwas Prickelndem an, und ich dachte, schöner kann dieser Urlaub nicht mehr werden.

Dass ich schon mittendrin steckte, wusste ich nicht. Zu Beginn hatte uns eine Fotografin vom Gondelverleih gefragt, ob sie Bilder von uns für ihre Homepage machen darf. Natürlich, warum nicht! Sie flitzte von Brücke zu Brücke und ich wunderte mich noch, warum sie so engagiert war, kam aber nicht auf die Idee, dass da mehr dahintersteckt.

Mein Freund saß stocksteif neben mir, als hätte man ihn dort abgestellt. Als er den Arm um mich legte, waren seine Hände so eiskalt, dass ich richtig erschrak. Auf meine besorgte Nachfrage meinte er, ihm sei kalt. Natürlich, bei 25 Grad, klar! ???? Ich habe es ihm geglaubt und mir nichts weiter dabei gedacht. Heute weiß ich: Das war keine Kälte, das war die Aufregung.

Dann sah ich an einer Brücke ein Banner hängen, und darauf stand mein Name: „Michelle, vuoi sposarmi?“ Ich verstand die Welt nicht mehr und fragte mich, was mein Name da zu suchen hat. Im nächsten Moment holte er aus seinem Rucksack eine Ring-Box. Beim ersten Versuch hielt er sie allerdings falsch herum, sodass der Ring oben im Deckel hängen blieb. Zum Glück ist er nicht ins Wasser gefallen! ????

Da war alles klar. Nach seinen liebevollen Worten haben wir beide nur noch geweint, und ich konnte gar nicht mehr aufhören, „JA!“ zu sagen. Es war das einfachste und bedeutsamste Ja, das ich je gesagt habe. Von der Brücke regneten Rosenblätter auf uns herab, und die Fotografin hielt jede Sekunde fest.

Mein Herz hat sich in diesem Moment vollkommen angefühlt. Diese Magie trägt mich bis heute. Für immer du & ich. ❤️

", Michelle L.