Wir lernten uns in der Schulzeit kennen, noch jung, voller Neugier und ohne Ahnung, wohin das Leben uns gemeinsam führen würde. Ich war 17 und er 18. Aus einer Freundschaft wuchs Liebe. Aus Liebe entstand ein gemeinsamer Weg, der uns über acht Jahre hinweg geprägt, verbunden und wachsen lassen hat.
Zu unserem achten Jahrestag überraschte mich mein Verlobter mit einem Kurzurlaub in die Niederlande. Er schenkte gemeinsame Zeit und bewusste Nähe. Wir übernachteten in einer kleinen, urigen Hütte mit Sauna und Kamin. Holz, Wärme und Ruhe bestimmten diesen Ort und sorgten sofort für Geborgenheit.
Tagsüber erkundeten wir die Umgebung mit geliehenen Fahrrädern. Wir fuhren über kleine Wege, hielten spontan an und genossen jede Minute miteinander. Zufällig fand genau an diesem Wochenende in dem kleinen niederländischen Dorf eine riesige Blumenparade statt, die es nur einmal im Jahr gibt. Abends gingen wir essen, saßen stundenlang am Tisch, tranken, lachten und redeten über unser Leben, über Erinnerungen aus der Schulzeit und über all das, was wir bereits zusammen erlebt haben, Schule, Abi, Nebenjobs, Studium und unseren ersten gemeinsamen Hund. Zurück in der Hütte ging ich mich kurz frisch machen. Mein Verlobter blieb zurück und sagte, er mache den Kamin an. Als ich wieder ins Wohnzimmer kam, stockte mir der Atem. Kerzen in Herzform verteilten sich im ganzen Raum. Der Kamin brannte. Warmes Licht erfüllte die Hütte. Im Hintergrund lief eine romantische Playlist, leise und perfekt auf diesen Moment abgestimmt. Ich setzte mich auf die Couch und wusste noch gar nicht, was mich erwartete. Ich dachte nur, wie viel Mühe er sich für unseren Jahrestag gegeben hatte. Wir hörten der Musik zu, sahen uns an und genossen die Stille zwischen all den Gefühlen. Dann wurde er spürbar nervös und ich fragte mich, warum. Seine Hände zitterten leicht, seine Stimme ebenso. Er sprach über unsere gemeinsame Zeit, über all die Meilensteine seit der Schulzeit, über Vertrauen, Zusammenhalt und Liebe. Er sagte, ich sei seine Traumfrau und der Mensch, mit dem er jeden weiteren Schritt gehen möchte. Wir küssten uns lange, voller Nähe und Verbundenheit. Plötzlich merkte ich, wie mein Verlobter in seiner Tasche zu kramen begann. Was er vorhatte, wurde mir erst im nächsten Moment klar, als er plötzlich vor mir kniete und die wichtigste Frage seines Lebens stellte.
Ich konnte gerade noch Ja sagen, während Freudentränen mein Gesicht überströmten.
Wir weinten beide vor Glück. Er steckte mir den Ring an. Der Ring passte perfekt, genauso wie dieser Moment, den wir beide niemals vergessen werden.
", Arantxa v.